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Computerspielsucht aus Sicht der Wissenschaft
Date: 21.12.2007

Bin ich süchtig? - Computerspielsucht

Die Professorin Dr. S. M. Grüsser von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz hat in einem Interview mit einem Redakteur der Computerspiele-Zeitschrift GameStar, die zentralen Merkmale des Störungsbildes Computerspielsucht dargestellt:

  • Einengung des Verhaltensmusters: Durch die herausragende Bedeutung wird das Computerspielen zur wichtigsten Aktivität des Betroffenen und dominiert sein Denken (andauernde gedankliche Beschäftigung, auch verzerrte Wahrnehmung und Gedanken in Bezug auf das Computerspielen), seine Gefühle (unstillbares und unwiderstehliches Verlangen) und sein Verhalten (Vernachlässigung sozial erwünschter Verhaltensweisen).

  • Regulation von negativen Gefühlszuständen (Affekten): Durch die beim Computerspielen verspürte Erregung oder Entspannung („Abtauchen“) werden negative affektive Zustände im Sinne einer vermeidenden Stressbewältigungsstrategie verdrängt.

  • Toleranzentwicklung: Die gewünschte Wirkung durch das Computerspielen kann nur durch zunehmend häufigere oder längere Computerspielzeiten (möglicherweise auch durch immer extremere Spielinhalte) erzielt werden, bei gleich bleibenden Spielzeiten bleibt der gewünschte affektregulierende Nutzen vom Computerspielen aus.

  • Entzugserscheinungen: Bei verhindertem oder reduziertem Computerspielen treten diese in Form von Nervosität, Unruhe und/oder vegetativer Symptomatik (Zittern, Schwitzen etc.) auf.

  • Kontrollverlust: Das Computerspielverhalten kann in Bezug auf die zeitliche Begrenzung und den Umfang nicht mehr kontrolliert werden.

  • Rückfall: Nach Zeiten der Abstinenz oder Phasen kontrollierten Computerspielverhaltens kommt es beim Betroffenen zu einer Wiederaufnahme des unkontrollierten, exzessiven Computerspielens.

  • Durch eindeutig schädliche Konsequenzen für Beruf, soziale Kontakte und Hobbys aufgrund des exzessiven Computerspielens kommt es zu zwischenmenschlichen Konflikten zwischen Betroffenem und der sozialen Umwelt beziehungsweise innerpsychischen Problemen beim Betroffenen selbst.


Die beschriebenen Kriterien für eine Sucht machen deutlich, dass die Dauer und Häufigkeit der PC-Nutzung selbst kein hinreichendes Kriterium für eine Suchtdiagnose ist. Es sollte vielmehr auf die damit verbundenen Folgeerscheinungen geachtet werden, um zu erkennen, ob jemand gefährdet ist, eine Computerspielsucht zu entwickeln. Die Folgeerscheinungen resultieren aus den oben beschriebenen Merkmalen des Störungsbildes Computersucht. Im Folgenden werden diese genauer dargestellt:

  • Der Betroffene selber zunehmend weniger Kontrolle über Beginn, Beendigung und Dauer des Computerspielverhaltens hat. (z. B. der Betroffene wollte den PC „eigentlich“ schon vor Stunden abgeschalten, kann sich jedoch selbst nicht davon lösen). Das Verhalten ist zunehmend auf den Computer eingeschränkt und es wird versucht immer mehr Zeit für die Computernutzung aufzubringen (z. B. es wird ausschließlich am laufenden PC gegessen, durch exzessives Spielen während der Nachtzeit besteht chronischer Schlafmangel).

  • Einschränkung bzw. Aufgabe alternativer Freizeitbeschäftigungen (z. B. sportliche Aktivitäten werden nicht mehr ausgeführt) und sozialer Kontakte (z. B. Treffen mit Freunden, Bekannten werden ständig abgesagt).

  • Vernachlässigung wichtiger beruflicher oder familiärer Verpflichtungen (z. B. Verlust des Arbeitsplatzes oder der Ausbildungsstelle wird riskiert – z. B. wegen häufiger Verspätungen oder Fehlzeiten durch das Computerspielen).

  • Vernachlässigung körperlicher Bedürfnisse (z. B. in Bezug auf Ernährung-, Bewegungs- und Schlafmangel).

  • Der Betroffene ist reizbar oder zeigt depressive Verstimmungszustände, wenn er nicht spielen kann bzw. vom Spielen abgehalten wird. Er berichtet von einem unwiderstehlichen Drang oder Verlangen am Computer zu spielen.

  • Der Computer wird vorrangig als Problemlösung bzw. Entspannungsmittel eingesetzt.




Das vollständige Interview finden Sie unter: www.gamestar.de/magazin/specials/computerspielesucht/1469268/computerspielesucht.html

 
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